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Sonntag, 24. August 2014

Josef Kandlhofer - Ich habe einen Freund und Mentor verloren!

Sepp Kandlhofer ist nach kurzer, schwerer Krankheit am 11. August 2014 im 70 Lebensjahr von uns gegangen.


Wenn jemand stirbt, wird einem erst bewusst, was einem diese Person bedeutet hat! Viel zu selten war ich bei ihm oder habe ihn auch nur angerufen. Ich bin beschämt, ihn vor seinem Tod nicht noch einmal besucht zu haben. Wer hätte gedacht, dass dieser lebenslustige Kerl so rasch aus dem Leben gerissen wird!? Ich habe einen Freund und Mentor verloren! Ich kann es immer noch nicht fassen!

Vermutlich war er es, der mich mit dem Pflanzenjäger-Virus angesteckt hat! Zumindest hat er "Mitschuld" am Weg, den ich mit dem Garten eingeschlagen habe. Auf viele Pflanzen und Verwendungsmöglichkeiten hat er mich aufmerksam gemacht. Sein Moto war es wohl, Ideen nicht lange herum zu wälzen, sondern anzupacken und zu verwirklichen, damit es nicht nur bei einem Plan bleibt. Er hat mit Mut und Erfindungsgeist seinen Garten gestaltet und keine Mühen gescheut. Sein Enthusiasmus und seine Leidenschaft ist legendär! 
2005
Seine spezielle Sammlungen von Funkien, Taglilien, Magnolien und Ginkgos ist weithin bekannt und unübertroffen. Leider habe ich es offensichtlich verabsäumt, bei meinen Besuchen Bilder vom Garten und Gärtner zu machen. Darum kann ich nur auf seine Homepage "Ginkgomania" verweisen.
Der Meister in seinem Garten, 2005
Sepp hinterlässt eine Lücke, die keiner zu schließen vermag. Ich werde in Zukunft mit der selben Hingabe meinen Garten weiterentwickeln, wie er es mit seinem tat. Nicht lange planen, sondern Ideen umsetzen, denn das Leben ist so verdammt kurz. Auch Sepp hatte noch so viel vor!
Wir werden ihn vermissen!

Gerhard

Kommentare:

  1. Danke für die schönen Worte über meinen Vater!

    Liebe Grüße,
    Josef Kandlhofer jun.
    www.ginkgomania.at

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  2. Es war mir ein Bedürfnis!

    Ebenfalls liebe Grüße,
    Gerhard

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  3. Ich bin tief betroffen und kann es fast nicht glauben.
    Wenn ich nicht Anfang Juli (oder wars noch im Juni ?) nicht mit ihm telefoniert hätte. Im Sommer wäre ich gerne mit unserer Handarbeitsrunde zu ihm gefahren. Da erzählte er mir daß er im Krankenhaus ist. Er klang sehr müde. Seither habe ich öfters an ihn gedacht, wie es ihm wohl geht. Und jetzt lese ich das.

    Im Nachhinein denke ich auch, daß ich ihn viel öfters besuchen hätte sollen.

    Den ersten Besuch bei ihm werde ich nie vergessen. Da stand eine wunderschöne weißblühende Campanula. Ich fragte ihn was das für eine Schönheit sei. Er meinte, den Namen weiß ich nicht, aber wenn sie dir gefällr kannst du sie haben. Holte den Spaten, und grub sie aus. Die Schöne blüht noch heute nach vielen Jahren hier im Garten.
    So war er, einfach ein lieber Kerl.

    Er fehlt.

    liebe Grüße
    Frieda

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